Dschungel ist Leben in archaischer Form. Dschungel ist Biodiversität, wo sich Fauna und Flora auf vielseitigste Weise entwickeln und ergänzen. Und um uns in hiesige Lebensumstände anno 2018 zu beamen: Biodiversität und archaisches Leben findet durchaus auch in Büroräumlichkeiten statt.

Da wurde schon häufig über den aalglatten Kollegen geredet, der immer sooo unglaublich nett ist, dass man kaum weiß, ob er auch eine andere Gesichtseinstellung als die einer analogen Uhr im Katalog (die grundsätzlich alle in 10vor10-Stellung liegen) hat. Von dem man keine Ahnung hat, was oder wie er gerade denkt. Oder der Chamäleon-Teamleiter, der immer genau das erzählt, was seinem Chef so passt. Und der Affe am Tisch, der kommunikativ ständig auf seine Brust trommelt.

Dazu kommen aber auch noch zeitgenössische Management-Modelle. Beispielsweise der Fledermaus-Chef: Ständig nachtaktiv zu später Stunde noch am E-Mail schreiben, aber tagsüber mehr oder weniger rumhängen. Oder der Krokodil-Typ: Bis zum Hals im Dreck stecken, aber das Maul ganz groß aufreißen.

Spaß beiseite, was wir kommunikativ wirklich von Tieren lernen können, ist folgendes Faktum: Kommunikation bei Tieren, sei es akustisch, über Körpersprache oder Düfte, hat immer ein Ziel: Paarung, Nahrung oder Warnung. Am Schluss geht es stets nur um eines: Überleben. Tiere kommunizieren, um zu überleben. Sie tun es mit diesem klaren Fokus!

Und was tun Menschen so? Natürlich ebenfalls kommunizieren. Im Büro, auf dem Flur, in der Kaffeeküche … Akustisch, körpersprachlich und durchaus über Düfte. Aber mit welchem Ziel? Es muss ja nicht immer ums nackte Überleben gehen, es kann auch einfach angenehm sein.

Aber der Gedanke, mit einem Ziel zu kommunizieren, hat aus meiner Sicht etwas. Es könnte helfen, sich klarer auszudrücken, sich zu überlegen, was man auf welche Art und Weise sagt … oder vielleicht auch nicht sagt. Oder man kommt zum Schluss: Wenn es einmal kein Ziel gibt, kann ich durchaus auch schweigen …

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